Die folgenden Systemklassen zeigen typische Einsatzfelder kamerabasierter Messtechnik.
Für konkrete technische Lösungen sind passende Systeme von
LIMESS Messtechnik u. Software GmbH
verlinkt.
Videoextensometrie – Dehnung in der Materialprüfung
Videoextensometer bestimmen die Position definierter Messmarken und daraus deren
Abstandsänderung. Die resultierende Dehnung entspricht – analog zu einem mechanischen
Extensometer – der mittleren Dehnung über die Messlänge. Berührungslose Systeme sind
besonders geeignet, wenn hohe Dehnungen, empfindliche Proben, wechselnde Messlängen,
Klimakammern oder dynamische Prüfungen auftreten.
Typische Aufgaben sind Zug-, Druck-, Ermüdungs- und Zeitstandversuche sowie die
Bestimmung von Längs- und Querdehnung.
RTSS Videoextensometer – technische Informationen →
Digitale Bildkorrelation – flächenhafte Deformationsanalyse
Die Digitale Bildkorrelation (DIC) verfolgt ein Grauwertmuster in kleinen
Oberflächenbereichen über eine Bildfolge. Aus der Veränderung dieser Bereiche werden
Verschiebung, Verformung und Dehnung bestimmt. Stereo-DIC rekonstruiert zusätzlich die
3D-Geometrie und dreidimensionale Bewegung der Oberfläche.
DIC eignet sich insbesondere für lokale Dehnungsgradienten, komplexe Bauteile,
FEM-Validierung, Rissuntersuchungen und Messaufgaben, bei denen der kritische Bereich
nicht bereits vor dem Versuch bekannt ist.
Q400 DIC – 2D/3D Dehnungs- und Verformungsmessung →
Motion Tracking – Position, Weg, Geschwindigkeit und Beschleunigung
Bei der optischen Bewegungsanalyse werden Marker oder charakteristische Bildbereiche
Bild für Bild verfolgt. Aus den Koordinaten lassen sich Wege, Geschwindigkeiten,
Beschleunigungen, Abstände, Winkel und Trajektorien bestimmen. Dies macht aus einer
Kamera- oder Hochgeschwindigkeitsaufnahme eine quantitative Messung.
Für räumliche Bewegungen können speziell kalibrierte Marker zusätzlich 3D-Position
und Orientierung liefern.
LIMtrack – 2D Bewegungsanalyse →
LIMtrack6D – 3D Bewegung und 6 Freiheitsgrade →
Optische Schwingungsanalyse
Periodische oder transiente Schwingungen lassen sich optisch über zeitaufgelöste
Kameraaufnahmen oder phasensynchrone Verfahren erfassen. Gemessen werden beispielsweise
Schwingweg, Amplitude, Frequenz, Resonanzverhalten und Schwingungsformen.
Gerade bei kleinen und leichten Strukturen vermeidet die optische Messung den
Masseneinfluss aufgeklebter Beschleunigungssensoren. Phasensynchrone Bildaufnahme kann
schnelle periodische Bewegungen zusätzlich in scheinbarer Zeitlupe sichtbar machen.
StrobeCAM – Schwingungen visualisieren und messen →
Thermoelastische Spannungsanalyse
Unter zyklischer mechanischer Belastung treten in vielen Werkstoffen sehr kleine,
reversible Temperaturänderungen auf, die mit der Änderung der Summe der
Hauptspannungen zusammenhängen. Mit geeigneten Infrarotkameras und synchroner
Auswertung können daraus flächenhafte Informationen über mechanische Spannungen
gewonnen werden.
Das Verfahren ist besonders interessant für die Lokalisierung von
Spannungskonzentrationen und die Validierung numerischer Modelle an realen Bauteilen.
ThermoESA – thermoelastische Spannungsanalyse →
3D-Scanning und Geometriemessung
3D-Scanner erfassen Oberflächenkoordinaten und erzeugen daraus Punktwolken oder
Polygonmodelle. Die Verfahren dienen unter anderem der geometrischen Qualitätskontrolle,
Bestandsaufnahme, Flächen- und Volumenbestimmung sowie dem Reverse Engineering.
Für große technische Objekte sind Messbereich, Winkelauflösung, Reichweite,
Registriergenauigkeit und die Qualität der Punktwolke zentrale Auswahlkriterien.
Surphaser – hochpräzises 3D-Scanning großer Geometrien →